Radiosendung in Ö1
Am 8. Juli 2009 14:45 wurden wir von Ö1 zum Thema Jiaogulan interviewt. Die Sendung dauert knapp eine Viertelstunde; der Teil über Jiaogulan erstreckt sich über ca. 7 Minuten (gleich am Anfang).
Zum Nachhören klicken Sie nachfolgenden Link:
» Radiosendung über Jiaogulan in Ö1 (mp3)
Artikel aus "Raum & Zeit" Jan. 2008
"Kraut der Unsterblichkeit" und „Ginseng des Südens" wird die in asiatischen Regenwäldern beheimatete Rankenpflanze Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) im Volksmund genannt.
Das unscheinbare Gewächs stieg jetzt nach kaum zwanzigjähriger medizinischer Forschung in die Königsklasse der Heilpflanzen auf: Mediziner zählen Jiaogulan zur erlesenen Gruppe der "Adaptogene" - das sind ungiftige Pflanzen mit universeller, gleichsam intelligenter Heilwirkung: Je nach Erfordernis regen sie zu schwacher Körperfunktionen an und dämpfen ein Zuviel im Körper. Zugleich stärken sie das Immunsystem und allgemein die Gesundheit - wohlgemerkt ohne jede Nebenwirkung. Zu dieser Königsklasse der Heilpflanzen gehören auch Ginseng, Ling-Zhi-Pilz (Reishi), Schisandra (chinesische Beerentraube) und Ashwaganda (indische Schlafbeere).
Jiaogulan mit Ginseng-Heilkräften
Jiaogulan: intelligente Heilkraft ohne Nebenwirkungen
Die Jiaogulan-Forscher an der japanischen Ehime-Universität, den medizinischen Hochschulen in Guiyang und Hengyang, der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin von Shanghai und der Loma-Linda-Universität in Kalifornien bescheinigen der Regenwaldpflanze: Jiaogulan verbessert die Nährstoff-Versorgung aller inneren Organe und die Herzleistung und damit allgemein die Blutzirkulation. Es beeinflusst das Hormonsystem positiv und reguliert das zentrale Nervensystem. Insbesondere bei Stresssituationen kann die Pflanze Entgleisungen des Organismus und sexuelle Störungen wieder harmonisieren.
Zudem schützt sie die Leber und reguliert Cholesterin und Fettstoffwechsel. Besonders wichtig ist ihre antioxidative Wirkung, mit der sie die Zellen vor vorzeitiger Alterung schützt. Dabei regt Jiaogulan die Ausschüttung der Superoxid-Dismutase (SOD) an, einer sehr starken körpereigenen Antioxidantie, deren Produktion abnimmt, je älter man wird. Mehrere Studien, die im renommierten "Journal of Traditional Chinese Medicine" veröffentlicht wurden, belegen: Jiaogulan beugt so unter anderem Schlaganfallen, Herzinfarkt, Arteriosklerose und vielen anderen Krankheiten vor und kann die Zahl Krebs auslösender Stoffe im Körper reduzieren.
Nur durch Zufall hatte Dr. Tsunematsu Takemoto vor rund 20 Jahren auf der Suche nach neuen Süßungsmitteln entdeckt, dass Jiaogulan die Wirkstoffe des Ginseng enthält - obwohl es botanisch mit diesem nichts gemein hat. Gegenüber dem Ginseng hat Jiaogulan aber den enormen Vorteil, dass einfach Jahr für Jahr die Blätter geerntet werden, während eine Ginsengwurzel viele Jahre benötigt, um genügend Wirkstoffe anzureichern. Erst seit wenigen Jahren wird Jiaogulan nicht nur wild gesammelt, sondern in größerem Umfang angebaut und ist nun auch bei uns als Tee und als Kräuterschrot zum Einnehmen erhältlich.